
Als erstes ein kleiner meteorologischer Abriss zur Einstimmung – am Trainingstag: Regen mit kurzen Sonnenunterbrechungen. Qualifikationstag: Mehr Regen, Regenstopp zur Qualifikation. Renntag: Regen ohne Ende in langen Fäden, Downhillqualifikation wird verschoben auf Sonntag, Fourcross wird gefahren:
35 Männer und 7 Frauen stellten sich den harten Wetterbedingungen und zeigten mentale Stärke der Extraklasse. Beim Training am Donnerstag fanden alle Fahrer perfekte Bedingungen auf dem Track vor. Der sandige Boden mit den vielen dicken Steinen und das Steinfeld aus Sandstein boten viel Grip und verpackten das viele Wasser hervorragend. Quasi perfekte Bedingungen.
Schlüsselstelle war unter anderem auch dieses Jahr wieder das Steinfeld. Hier wurden Linien spioniert und diskutiert bis jeder der Pro’s seine beste Linie gefunden hatte.
Etwas Sonne zur Qualifikation motivierte alle Fahrer zu Höchstleistungen. Die Deutschen Fahrer fuhren gute Zeiten ein, Ingo Schegk auf dem hervorragenden 9.Platz und Daniel Kowalski auf einem guten 26.Platz.
Julia Lackas musste sich Helene Fruhwirth und den beiden Britinnen Natasha Bradley und Rebecca Baraona geschlagen geben und fuhr Platz 4 in der Qualifikation ein.
Für große Spannung sorgte der Lauf von Lewis Lacey, der eine starke Zeit vorlegte und sogar Joost Wichman diese nicht knacken konnte. Er lies damit die gesamte 4X Elite hinter sich, bis der ‘Quali-Champion’ Quentin Derbier an den Start ging und mit einem perfekten Lauf Lacey’s Zeit um 0,383 Sekunden unterbot. Dies versprach ein spannendes Rennen am kommenden Tag.
Das spannendste am Renntag war jedoch erstmal die Entscheidung wann, und ob das Rennen stattfindet. Um 11 Uhr wurde bekannt gegeben, dass die Downhill Qualifikation auf den nächsten Tag verschoben werden soll und das 4X Rennen auf Nachmittags vorverlegt wird.
Zur ‘Tea-time’ ging es dann an den Start. Bei den Männern wurde ein 32er-Finale ausgefahren, die Damen stiegen zum Halbfinal mit ein.
Daniel Kowalski fuhr auf den ersten beiden Graden stark mit und kämpfte um Platz 2, doch im Steinfeld kam er auf die Aussenlinie und verlor dadurch den Anschluss und landet auf Platz 28. Ingo Schegk hat einen starken ersten Lauf, aus dem Gate direkt auf Platz 2 und hält diesen bis in s Ziel. Schafft es leider aber nicht sich im Viertelfinale durchzusetzen und landet am Ende auf Platz 13.
Das kleine Finale setzte sich zusammen aus Martin Ogden, Mitjia Engaver, Quentin Derbier und Simon Waldburger. Derbier schoss aus dem Gate wie gewohnt und wollte nach dem er im vorigen Lauf beim Start ausklickte nun zumindest Platz 5 ergattern. Jedoch hatte er nicht mit Simon Waldburger gerechnet, der sich diese Saison wieder in absoluter Topform zeigt. Er folgt Derbier ganz dicht, bis er in der Kurve vor dem Triple seine Chance sieht, Derbier abdrängt und sich beide einen spannenden Schlusssprint lieferten. Fotofinish! Simon Waldburger machte das Rennen und wir mit dem 5. Platz belohnt.
Das große Finale wurde von Hannes Slavik, Lewis Lacey, Scott Beaumont und Joost Wichman bestritten. Die Spannung lag in der Luft, aus dem Gate Wichman vorne aber Beaumont auf halber Radlänge dahinter, schneidet die erste Kurve und geht an der 2. in Führung. Wichman folgt dich am Steinfeld überholt Beaumont. Der bleibt dran und geht als erster über den Triple auf der vorletzten Geraden. Wichman bleibt innen, drückt Beaumont über den vorletzten Drop nach aussen und überholt erneut. 10m Schlusssprint! The Winner is Joost Wichman!
Die Damen stehen den Spannenden 2 Kämpfen in nichts nach. Das kleine Finale, bestehend aus Becci Skelton, Heather Kay und Hannah Escott, begann direkt mit einem Knall. Skelton and Kay gerieten am ersten Double aneinander und stürzten, Escott zog vorbei, unterschätzte aber Wucht mit der sie der Double auf der 2. Grade aushebelte und Stürzte ebenfalls. Kay und Skelton waren aber schon direkt in der Verfolgung. Skelton sehr schnell in den Steinen übernahm die Führung und gewann den Lauf und damit den 5. Platz.
Das große Finale der Damen bestand aus Rebecca Baraona, Julia Lackas, Helen Fruhwirth und der BMXerin Natasha Bradley. Natasha ist eine 17-jährige Nachwuchsfahrerin, die durch ihr unglaubliches Sprungvermögen und Technik besticht.
So ging Bradley aus dem Gate direkt in Führung gefolgt von Fuhwirt und Lackas. Bradley vorne in der 1. Kurve, Lackas zieht mit Fruhwirth gleich in der 2. Kurve, kommt aber nicht vor ihr in s Steinfeld. Baraona hatte eine sehr gute Linie im Steinfeld gewählt und zog plötzlich neben Lackas. Beide liessen nicht nach, aber Lackas schob sich vor Baraona in der Kurve vor dem Triple. Fruhwirth folgte Bradley weiter auf eine halbe Radlänge, doch schafft es auch im Schlusssprint nicht mehr vorbei. Great Win for Great Britain!
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Der Beitrag 4X Pro Tour 2015 #2: Regen ohne Ende in Fort William ist auf MTB-News.de erschienen.